Soll ich den Grundstückspreis in Teilzahlungen überweisen, um beim Finanzamt „unter dem Radar“ zu bleiben?

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Teilzahlungen für Grundstücke sind ein eigenes Kapitel
Bei Teilzahlungen haben wir einige „Herausforderungen.“

  1. Falls jemand die Raten mit EUR 10.000,- oder irgendeinem kleineren Betrag unter welchem angeblich „nichts gemeldet wird“ überweist, um irgendwo in Deutschland (Nationalbank, Finanzamt, etc.) „unter dem Radar“ zu bleiben:das funktioniert normalerweise nicht, da die Computer der Banken mehrere Überweisungen von einem Konto auf ein anderes als eines registrieren. Da müsste ein halbes Jahr oder mehr zwischen den Überweisungen sein.Normalerweise kann man davon ausgehen, dass mehrere Teilüberweisungen eher noch zu Nachfragen seitens der Geldwäscheabteilung der Bank und eventuell zu einer Geldwäsche-Verdachtsmeldung führen können als eine, richtig dokumentierte, d.h. mit einem Mittelherkunftsnachweis versehene „hohe“ Überweisung.
  2. Die Herausforderung bei der Ausfuhr des Geldes ist die eine Seite, die Einfuhr in Paraguay wird auch erheblich komplizierter. Wir müssen für alle Teilbeträge zur Bank gehen und diese erklären.Dabei will die Bank ohnehin nur einen Nachweis für ihren Akt, dass der Gesamtbetrag legal verdient wurde (z.B. Hausverkauf, Firmenverkauf, Erbschaft, Steuererklärung mit entsprechenden Einnahmen, Wertpapierdepotauflösung, Lebensversicherung – einer dieser Nachweise genügt). Eine Überweisung mit einem Nachweis ist ein Bruchteil der Arbeit und es wird kein „Verdacht“ geschöpft, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugehe.Auch müssen alle Nachweise BEGLAUBIGT übersetzt werden. Diese werden dann der Bank vorgelegt, damit der Geldeingang von der Geldwäscheabteilung durchgelassen wird.Paraguay musste genauso wie fast alle Staaten der Erde die internationalen Geldwäsche-Verträge unterzeichnen, um nicht auf die „Schwarze Liste“ gesetzt zu werden, wie zum Beispiel der Pazifik Staat Vanuatu. Schwarze Liste bedeutet: kein Geld wird mehr dorthin geschickt und kein Geld wird aus einem solchen Staat angenommen.
  3. Die Überweisung muss zwingend vom Konto der Person kommen, die auch das Grundstück gekauft hat. Bei Ehepaaren mit getrennten Konten kann das bei der Einfuhr von Devisen zu „Herausforderungen“ führen, wenn „Sie“ das Grundstück laut Vertrag gekauft hat, aber „Er“ aus Liebe von seinem Konto eine Rate überweist. Noch schwieriger wird es, wenn eine Rate (oder auch der Gesamtbetrag) von einem Firmenkonto kommt, der Firmeninhaber aber privat gekauft hat. Das kann zu einer Rücksendung des überwiesenen Betrages führen.

Beraten Sie sich daher mit Ihrem Steuerberater, wie sie ohne steuerliche Konsequenzen den Gesamtbetrag auf einmal überweisen können und schicken Sie uns einen, dem Überweisungsbeitrag entsprechenden Mittelherkunftsnachweis.