Kompostierung im El Paraíso Verde

„Wir sollten nicht nur Pflanzen und Tiere füttern, sondern vor allem den Boden.“

Eine gesunde Mutter- Erde (Humus) ist die Quelle des Lebens. Ohne einen Boden reich an Mikroorganismen können die komplexen Vorgänge der Photosynthese und der Umwandlung anorganischer Elemente in organische Nährstoffe nicht ablaufen.

Jeder Nährstoff im Boden ist mindestens einmal „durch“ einen Mikroorganismus „gegessen“ und „ausgeschieden“ worden. Fehlen die Mikroorganismen, haben Pflanzen keine für ihre Nahrung aufbereiteten Nährstoffe.

Daher brauchen wir Kompost um die Erde im El Paraiso Verde zum Leben zu erwecken.

Der Boden ist im Prinzip sehr gut, Humus – 50 bis 100 cm dick – , niemals durch industrielle Landwirtschaft verseucht, nährstoff-reich. Aber dieser Boden ist durch Jahrzehnte von Viehzucht verdichtet und übersäuert. Das vor unserer Zeit praktizierte Abbrennen führte zum Absterben der Mikroorganismen und zum Wuchern weniger Grasarten.

Daher legen wir besonderen Wert auf die Verwendung aller organischen Abfälle für die Herstellung von Kompost. Dieser wird dann in die Gärten gebracht und bei der Anpflanzung von Bäumen und Gemüse verwendet.

Durch die Umwandlung des derzeit „toten“ Humus in einen durch Kompost lebendig gemachten Humus werden nicht nur die Vielfalt der Fauna und ein gesunder PH Wert wiederhergestellt, lebendiger Humus hält bis zu 25 Mal mehr Wasser als verdichteter „toter“ Humus. Selbst in starken Regenjahren werden daher kaum noch Flächen mit Wasser bedeckt sein. Dafür wird die Natur aus dem Boden schießen.

Und: mehr CO2 wird im Boden gebunden. Das ist Klimaschutz im El Paraiso Verde

Christian, Martina und Tochter Laura beim Einsammeln von organischen Abfällen.
Kompost- Zone im El Paraíso Verde