Q&A – EPV

Spezielle Fragen und Antworten zum El Paraiso Verde…

YPY See

Der YPY See ist der größte See im El Paraiso Verde mit den schönsten und besten Grundstücken. Auch hier wird ein kleines Zentrum entstehen mit einem Café und anderen hübschen Angeboten, die man nutzen kann.

Der See ist derart groß, dass man theoretisch darauf auch segeln oder vielerlei Boote nutzen könnte. Ein zentraler Punkt für Tourismus, der irgendwann einmal im El Paraiso Verde geplant ist, ist sicherlich der YPY-See.

Ich würde mir eine Wohnung in der Stadt YPY kaufen, kann ich das?

Wir haben Appartements im Stadtkern geplant, die wir ab Mitte 2018 verkaufen werden. Rechnen Sie je nach Ausstattung schlüsselfertig mit um die 900-1000 Euro/m² für das Appartement. Bei Kauf können wir in der Ausstattung auf Ihre Wünsche eingehen. Die Appartements werden grundsätzlich als 2 Zimmer-Appartements (ca. 48m²) und 3-Zimmer-Appartements (ca. 70m²) angeboten, es können aber auch andere Größen geplant und für den Käufer gebaut werden.

Da Sie ja allerhand vorhaben für die Landschaftsgestaltung wie Seen, Flüsse etc. entstehen ja auch wieder gewaltige Kosten, die Sie auf die Gemeinschaft umlegen wollen. Mit welchen zusätzlichen Kosten für diese Einrichtungen ist zu rechnen?

Deswegen haben wir die Stille Gesellschaft, die ausschließlich den Grundeigentümern und Mitbewohnern zugänglich ist (NICHT- öffentlich).

Diese macht die Infrastrukturmaßnahen nach einem Plan, der für eine jährliche, vernünftige Ausschüttung (ab dem 2. vollen Geschäftsjahr) sorgt und die Ausschüttung zu einem großen Teil hauptsächlich in den Aufbau der Infrastruktur bzw. in Zukunft auch in den Ankauf von weiteren Grundstücken steckt. Nur die Interessenten, die ein Grundstück mittels Vorvertrag erworben haben, können dieses Angebot nutzen.  Informationen werden erst nach Kauf und Überweisung der Grundstücksinvestition weitergegeben. In den Grundstückspreisen inbegriffen ist ein erheblicher Anteil die Herstellung der jetzt nötigen Infrastruktur.

Seen und Flüsse werden ebenfalls durch die Einlagen der Grundstückspreise finanziert. Wer ein größeres Grundstück hat, hat die Möglichkeit im Rahmen einer vernünftigen Bauordnung das Grundstücksniveau anzuheben, gegen Ersatz der Aushub- und Transportkosten. Damit werden große Teile dieser Infrastrukturmaßnahmen finanziert.

Teilzahlungen für Land in El Paraiso Verde

Wir haben einige “Herausforderungen” mit Teilzahlungen:

Wenn jemand die Raten mit 10.000 Euro überweist, – oder jeden kleineren Betrag, unter dem “nichts gemeldet wird”, um irgendwo in Deutschland “unter dem Radar” zu bleiben (Nationalbank, Finanzamt, etc.): Das funktioniert normalerweise nicht, weil die Bankcomputer mehrere Überweisungen von einem Konto auf ein anderes als eine einzige registrieren. Zwischen den Überweisungen sollte ein halbes Jahr oder mehr liegen. Normalerweise kann man davon ausgehen, dass mehrere Teilüberweisungen eher zu Nachforschungen der Geldwäscheabteilung der Bank und möglicherweise zu einer Geldwäscheverdachtsmeldung führen als eine korrekt dokumentierte – d.h. mit einem Nachweis der Geldquelle versehene – “hohe” Überweisung.

Die Herausforderung, das Geld zu exportieren, ist die eine Seite, es nach Paraguay zu importieren, ist die andere und auch wesentlich komplizierter. Wir müssen für alle Teilbeträge zur Bank gehen und sie erklären. Die Bank will in jedem Fall nur den Nachweis, dass der Gesamtbetrag legal erwirtschaftet wurde (z.B. Hausverkauf, Firmenverkauf, Erbschaft, Steuererklärung mit entsprechendem Einkommen, Depotauflösung, Lebensversicherung – einer dieser Nachweise genügt). Eine Überweisung mit Nachweis ist ein Bruchteil der Arbeit und es besteht kein “Verdacht”, dass etwas nicht stimmt. Alle Nachweise müssen auch ZERTIFIZIERT übersetzt werden. Diese werden dann der Bank vorgelegt, damit die Geldwäscheabteilung das Geld durchlassen kann. Paraguay musste, wie fast alle Länder der Welt, die internationalen Geldwäscheabkommen unterzeichnen, um nicht auf die “Schwarze Liste” gesetzt zu werden, wie der Pazifikstaat Vanuatu. Schwarze Liste bedeutet: Es wird kein Geld mehr dorthin geschickt und es wird kein Geld aus einem solchen Staat angenommen.

Die Überweisung muss von dem Konto der Person kommen, die auch die Immobilie gekauft hat. Bei Ehepaaren mit getrennten Konten kann dies zu “Herausforderungen” bei der Einfuhr von Devisen führen, wenn “sie” die Immobilie vertragsgemäß gekauft hat, “er” aber aus Liebe eine Rate von seinem Konto überweist. Noch schwieriger wird es, wenn eine Rate (oder der Gesamtbetrag) von einem Firmenkonto stammt, der Firmeninhaber die Immobilie aber privat gekauft hat. Dies kann zu einer Rückzahlung des überwiesenen Betrags führen.

Was ist ein Superädifikat und was bedeutet es für mich, wenn ich in Pira Tava ein Appartement erwerbe?

Ein Superädifikat ist ein eigenes Gebäude auf fremden Grund. Dieses Rechtsinstrument gibt es seit dem Römischen Recht. Es ist in Österreich, Deutschland und in der Schweiz rechtlich verankert. (§435 Allgemeines, Bürgerliches Gesetzbuch)

Die meisten Superädifikate sind Badehütten oder temporäre Gebäude in Leichtbauweise (z.B. Der Grund gehört der Gemeinde, Die Schrebergartenhütte dem Pächter des Grundstücks). Ein Superädifikat kann aber auch durchaus ein sehr solides Gebäude sein. Berühmtestes Beispiel: Das Hotel Imperial in Wien (in dem Präsidenten und Könige absteigen), das auch nicht nach 99 Jahren abgerissen wurde (es steht unter Denkmalschutz)

In Pira Tava haben wir das Superädifikat aus der juristischen Schublade geholt. Warum?

  1. Ein Appartement in Pira Tava soll nur max. 2,5 Jahre bewohnt werden, damit der El Paraiso Verde Mitbewohner in dieser Zeit sein Grundstück gestalten, bepflanzen und sein Wunschhaus bauen kann.
  2. Durch den Kauf haben unsere Mitbewohner ihr Geld sicher in einer Immobile geparkt und bekommen ihr Geld, wenn sie ausziehen nach Abzug einer Abnutzungsgebühr (1/300 der Investition) wieder zurück
  3. Dadurch haben sie für das Wohnen bis zur Fertigstellung äußerst geringe Kosten, in etwa ein Viertel von einer Miete für ein solches Appartement.

Kann ich mein Gästehaus (Willkommenshaus) oder mein Gästeappartement vermieten?

Ein auf dem Grundstück des El Paraiso Verde stehendes Gästehaus oder Appartement kann vom Eigentümer jederzeit vermietet werden. Wir werden, falls gewünscht, die frei stehenden Gästehäuser und Appartements unserer Mitbewohner gerne über das Internet mit einem Hotel-Buchungsprogramm bewerben und diese Dienstleistungen und bei Bedarf auch Hotel-Service entgeltlich anbieten.

Ein Appartement auf Pira Tava ist zum Selbst- Wohnen gedacht. Kann ein Einwohner nicht ganzjährig bei uns sein, kann er das Appartement auch vermieten. Abnützungsgebühr und Betriebskosten  laufen während dieser Zeit weiter.

Falls die RELJUV S.A. das Appartement bei Abwesenheit des Eigentümers nutzen darf, entfallen Abnützungsgebühr und Betriebskosten in den Monaten der Nutzung durch die RELJUV S.A.

Plant Ihr noch weitere Besucherappartements zu bauen? 

Sicher, im Endeffekt ca. 700 Besucherappartements.

Kann ich ein Appartement auf meinem Grundstück bauen, das ihr für mich vermietet und verwaltet?

Auch das ist vorgesehen. Ihr baut ein Gästehaus oder Appartement auf eurem Grundstück. Wir vereinbaren, dass wir die Unterkunft bewerben, Mieter finden und bei euch unterbringen.

Wir empfehlen daher, bei allen Appartements und Gästehäusern versperr-bare Abstellräume zu bauen, in denen ihr während eurer Abwesenheit eure persönlichen Sachen unterbringen könnt.

Falls ihr z.B. nur 1  oder 2 Monate im Jahr bei uns seid, räumt ihr eure persönlichen Sachen in den Abstellraum und gebt die Sachen aus dem Abstellraum, welche die Mieter benutzen dürfen (Bettwäsche, Geschirr, Polster, Decken….)

Wir machen Fotos vom Zustand des Appartements (Hauses). Dann wird vermietet. Ihr sagt, wann ihr wieder kommt, damit das Haus (Appartement) dann wieder für euch frei ist.

Wir machen die Endreinigung und Fotos um etwaige Beschädigungen an den Mieter weiterverrechnen zu können (und wir kontrollieren die Vollständigkeit des Inventars)

Kann man so ein Appartement auch in einer Gemeinschaftsanlage erwerben?

Das ist vorerst noch nicht vorgesehen. Vielleicht in späterer Folge. Derzeit bauen unsere Mitbewohner Gästehäuser zuerst auf ihrem Grundstück, bevor sie ihren persönlichen Wohntraum realisieren. Diese Gästehäuser sind entweder Willkommenshäuser (3 Größen) oder Buenvenido Appartements.

Buenvenido Appartements kann man in jeder Anzahl bauen (auch in Blöcken von 4 Appartements auf 2 Etagen). Die meisten Grundstücke sind groß genug um z.B. 2 Bienvenido-Appartements aneinander zu bauen, das ist ein ca. 50m2 großes Haus..

Die Größte Anlage ist derzeit der Hotelblock C in Pira Tava.  24 Appartements auf 2 Etagen

Die Vermietung kann als Monatsmiete erfolgen (Kunde kocht, wäscht und reinigt selbst) oder auch mit Hotel-Leistungen (Aufräumen, Waschen, kochen) gegen Entgelt.

Was sind die Anschaffungskosten für so ein Appartement?

Am besten man geht (inkl. MwSt) von ca. 25.000 Euro aus. Je nach Ausstattung und Bauart kann das weniger, nur bei Luxuriöser Ausstattung mehr sein. Jedes Appartement hat eine Dusche UND eine Badewanne, damit unsere Gesundheitsgäste auch verordnete Heilbäder machen könne.

Welche Mieten wurden bisher erzielt?

Wir können für eine Rentabilität bei der Vermietung nicht garantieren oder Versprechungen abgeben. Unserer bisherige Erfahrung ist, dass wir, egal wie schnell wir bauen, zu nahezu 100% ausgelastet sind. Und es kommen immer mehr, die mal einige Zeit bei uns wohnen möchten, bevor sie kaufen. Dabei hat der Tourismus noch gar nicht begonnen und das Gesundheitszentrum mit geplanten bis zu 700 Besuchern fängt erst 2020 an.

Bisher wurden sogar Container von unseren Mitbewohnern um bis zu 20 Euro am Tag vermietet (600 Euro im Monat). Dies ist jedoch keine Kalkulationsbasis. Bei Monatsvermietung könnte man mit ca. 400-480 Euro nach derzeitiger Lage rechnen. Bleiben nach Kosten ca 300-350 Euro übrig. Das bedeutet eine Amortisation in ca. 6-8 Jahren bei MONATS-Vermietung (ohne Hotel-Leistungen, Kunde kocht selbst, wäscht selbst, reinigt selbst).

Bei Tages- oder Wochenvermietung müssten die Erträge höher sein, allerdings kommen dann die Hotel-Leistungen dazu.

Hotel: wir verlangen derzeit (2019) pro Tag ca. 20-25 Euro ohne Frühstück pro Appartement. Das Appartement wird von uns gereinigt und aufgeräumt.

 Geschätzte Auslastung nach euren Erfahrungen bisher?

Derzeit wäre die Auslastung sehr hoch, wir haben noch gar nicht mit dem Gesundheitszentrum angefangen aber kämpfen, um Leute unterzubringen, oft müssen sie im Hotel in Caazapa übernachten, wenn sie uns besuchen. Wir rechnen damit, bis Ende 2019 die Baugeschwindigkeit an den Bedarf annähernd angepasst zu haben. Für Touristen sind wir ab Herbst 2020 zugänglich. Dann werden die meisten dieser Touristen in den Willkommenshäusern oder Buenvenido-Appartements unserer Bewohner untergebracht.

Steuerberater konsultieren?

Sprechen Sie daher mit Ihrem Steuerberater darüber, wie Sie den gesamten Betrag auf einmal ohne steuerliche Konsequenzen überweisen können, und schicken Sie uns einen Nachweis über die Herkunft der Mittel, die dem Überweisungsbetrag entsprechen.

Kann man sich einen eigenen Tiefenbrunnen im El Paraiso Verde bohren? Was kostet das?

In wenigen Metern Tiefe gibt es Grundwasser, das gut genug für die Bewässerung ist. In 100-200m Tiefe haben wir das “beste Wasser der Welt”. Die Qualität ist besser als die meisten “Mineralwasser”, die man für teures Geld kaufen kann.

Ein Tiefenbrunnen darf von jedem, der ein Grundstück ab 1.000 m² hat, selbst auf eigene Kosten gebohrt werden. Wir empfehlen, dass sich Nachbarn zusammenschließen.

Wir liefern Wasser aus einem Tiefenbrunnen ans Grundstück, allerdings über lange Leitungen. Die Wasserqualität des eigenen Tiefenbrunnens ist besser. Die Kosten liegen zwischen 6.000 und 16.000 Euro (je nach Gesteinsschichten). Unser erster Tiefenbrunnen im Paraiso Verde lag bei etwas mehr als 6.000 Euro.

Es sind bislang jedoch bereits 13 Tiefenbrunnen vorhanden und versorgen das ganze El Paraiso Verde. Aus dem Grund ist ein eigener Tiefenbrunnen nicht notwendig, der nur einen Haushalt versorgt.

Habe ich irgendwelche laufende Kosten im El Paraiso Verde?

Es sind keine laufenden Kosten geplant, da aus dem Ernteertrag ein Teil für die weitere Betreuung/Wiederaufforstung genutzt wird. Dies ist im Bewirtschaftungsvertrag klar geregelt.

Parzelle im El Paraiso Verde wieder zu Geld machen?

Die besondere rechtliche Ausgestaltung des Paraiso Verde erlaubt es, Parzellen und Grundstücke rasch und ohne große Kosten oder Aufwand zu tauschen, zu verkaufen oder zu verschenken. Die Parzellen können jederzeit wieder verkauft werden. Hierbei sind wir selbstverständlich gern behilflich.

Nach der zweiten Durchforstung bei Wert- und Energieholz ab dem 8. Jahr ist nach den vorliegenden Kalkulationen der ursprünglich eingesetzte Betrag durch die von Ihnen verkauften Bäume wieder zurückgeflossen.

Ist die Investition im Paraiso Verde sicher?

Aus dem Jahr 1997 existiert ein Investitionsschutzabkommen zwischen Deutschland und Paraguay. Selbst bei einseitiger Kündigung haftet das Land gegenüber dem Investor noch zwanzig Jahre.

Damit bietet Paraguay mehr Sicherheit als Deutschland. Autonome Gemeinschaften in Paraguay wurden fast 500 Jahre von allen Regierungsformen geschützt, da sie das Rückgrat der Wirtschaft bilden.

Laut Verfassung des Landes Paraguay ist die Enteignung so gut wie ausgeschlossen.

Weitere Fragen und Antworten mit Sylvia und Erwin

Matrixxer: Wann wurde dann das El Paraiso Verde gegründet?

Erwin: Das El Paraiso Verde wurde 2016 gegründet. Eigentlich lange, bevor wir das Land hier hatten. Eigentlich schon in den 90er Jahren, da haben wir gesagt: Man müsste einmal irgendwo so einige hundert Hektar kaufen und auf einem Stück Land müsste man so etwas umsetzen, nämlich: Ein auf dem Naturrecht und auf der Vernunft basierendes Zusammenleben von Menschen, die sich spirituell weiterentwickeln wollen.

Sylvia: Diese Idee gab es schon lange, bevor wir uns kennengelernt haben.

Erwin: …aber es ging nicht in den USA oder in Europa, weil, wenn du dort alternative Gesundheit, alternative Energie und alternative Landwirtschaft machen willst, klicken dann schnell die Handschellen. Und darum hatten wir uns entschieden, nach Paraguay auszuwandern.

Wir haben uns dann entschieden, uns mit alternativen Heilmethoden zu beschäftigen. Und ja, dann ist Sylvia krank geworden.

Sylvia: Es war nicht angenehm. Ich bin sehr krank geworden, und da ist eigentlich das ganze Wissen in Mode gekommen, wie so vieles derzeit in Mode gekommen ist. Ich habe mich dann im Internet informiert und das Wissen ist mir dann zugeflossen. Wir mussten dann nur mehr daraus machen. Ich habe aber noch mehr machen müssen, über 2 bis 3 Jahre waren es, bis ich dann wieder ganz gesund wurde.

Erwin: Daher kommt auch der Name unserer Firma in Paraguay namens RELJUV, die wir 2016 gegründet haben. Also von Rejuvenieren und das zusätzliche L steht für die Liebe, das Lachen und die Leidenschaft. Und da habe ich gesagt, das Wissen müssen wir weitergeben. So viele Leute haben sich dann mit unserem Wissen geheilt.

Sylvia: Selbst geheilt! Sie haben sich mit dem Wissen selbst geheilt.

Erwin: Und das war der Beginn von Reljuv S.A. Und als wir dann erkannt hatten: So geht es nicht mit dem vielen Wissen, dass wir uns angeeignet hatten, das in Europa nicht mehr gewünscht und gebraucht ist. Dann haben wir gewusst, das machen wir besser nicht in Österreich. Wir müssen dahin gehen, wo es ein wirklich freies Land gibt. Es muss einsam sein, ein relativ freies Land, weil die Leute, wenn in dem Moment, wo man von Freiheit spricht, haben die Leute ganz andere Ansichten. Ein viel freieres Land, das den Menschen in der Verfassung garantiert, dass das Recht gibt, sich selbst zu heilen, wo es das Recht auf den eigenen Körper gibt. Das ist ganz wichtig. Und auch, ganz wichtig, auch auf den Körper der Kinder – und das ist in Paraguay möglich.

Sylvia: Paraguay hat eine sehr starke Verfassung, wo zum Beispiel eine Impfpflicht undenkbar ist. Undenkbar auch die Weiterbehandlung, denn die Behandlung darf sich der Patient selbst aussuchen, d.h. die Wahl, wie er sich behandeln lassen möchte. Das hast du in Österreich nicht.

Erwin: In Paraguay gibt es einen Doktor Naturalista und die können auch aus dem Schamanismus kommen. Hier gibt es das noch. Und es ist auch das Volk, dass das entscheidet. Auch finanziell ist der Staat nicht in der Lage, Menschen flächendeckend zu behandeln, und daher gibt es dann ganz andere Voraussetzungen. Und das war dann auch einer der Gründe für Paraguay.

Und wie wir dann hierher gekommen sind, dann war schon klar, es wird doch mehr als nur ein Gesundheitszentrum geben. Es wird eine kleine Gemeinschaft geben.

Matrixxer: Was war eure Intention? Warum habt ihr das El Paraiso Verde gegründet, also welche Absicht steckt dahinter? Was ist das Ziel?

Erwin: Genau gesagt, was wir wollen, ist: Alternative Gesundheit, alternative Energie, alternative Landwirtschaft und das auf einem Gebiet, wo man auch Technologien entwickeln kann, wo man Heilmethoden entwickeln kann, wo man genug Menschen anziehen kann, damit das ganze möglich wird. Hier kann man eine Schule aufbauen, dort kann man ein Gewerbezentrum aufbauen, Und so ist es irgendwie entstanden. Dazu kommt natürlich selbstverständlich unsere Lebensphilosophie. Wir wollen eigentlich eine Gemeinschaft gründen, in der man davon ausgehen kann, dass mein Gegenüber, alle, die hier leben, im Herzen gut sind.

Sylvia: Ich glaube, dass Paraguay und der Ort hier uns irgendwie zugeführt worden ist oder wir dem Ort. Denn rückblickend betrachtet, kann man sagen, das war geführt, wir sind hierher geführt worden. Ihr habt das selber schon erlebt, die Energie hier ist ganz einfach eine besondere, die findet man nicht überall.

Matrixxer: Das ist richtig, wir wurden auch hierher geführt. Und welche Menschen, beziehungsweise Gesinnung, sagen euch am meisten zu?

Erwin: Menschen, die aus ähnlichem Grund hierher kommen, und nicht Menschen, die aus Angst hierher kommen. Wir wollen keine Angst gesteuerten Menschen. Menschen, die Angst haben oder aus Angst hierher kommen, die nehmen sich selbst mit, sie nehmen ihre Angst mit, weil das ist ein Muster, das in den Menschen ist.

Sylvia: Menschen, die in der Angst leben, die nehmen sie auch mit. Das El Paraiso Verde soll jetzt nicht ein Fluchtort sein für Leute, die aus Europa flüchten, es soll vielmehr ein spirituelles Projekt sein, mit Menschen, die darin eine Chance sehen, und nicht als Fluchtmöglichkeit.

Matrixxer: Nehmt Ihr nur spirituell gesinnte Menschen auf?

Erwin: Nein, wir nehmen nicht nur spirituelle Menschen auf. Es gibt auch spirituelle Menschen, die passen dann vielleicht nicht zu uns, die sind anders.

Sylvia: Wir wünschen uns auch Menschen, die anderen gegenüber diese grundsätzliche Liebe schenken möchten, das ist das, was wir gerne hier haben möchten.

Erwin: Das El Paraiso Verde ist auch kein Partyort, das hier ist ein Rückzugsort, aber nicht Rückzug aus Angst, sondern, um sich auf die wesentlichen Dinge beschränken zu können. Wir sind überhaupt nicht katholisch und auch nicht christlich orientiert, jeder so, wie er will.

Es gibt ja viele Standpunkte hier, also wir haben hier unter den Leuten alles, von Hohlerdlern bis zu Toruserdler, zu Kugelerdlern, zu Flacherdlern, aber das Schöne ist, wir können verschiedener Meinung sein, aber einander respektieren in unseren unterschiedlichen Meinungen, ein interessantes Gespräch führen und dann auseinander gehen, und wir sind uns trotzdem gut.

Matrixxer: Wollen wir mal zu ein paar Fakten kommen? Wie groß ist das ganze Grundstück?

Sylvia: 1597 Hektar. Das sind 1.597.000 Quadratmeter.

Matrixxer: Da hat man ja ganz schön Auslauf.

Erwin: Ja, mit Urwald und allem Drum und Dran. Und das ist das Schöne daran, wir haben hier Seen, Urwald, Wiesen, man kann unendlich wandern…

Matrixxer: Wie viele Gebäude gibt es denn hier und was ist denn schon gebaut worden?

Erwin: An die 30 Gebäude. Die meisten Gebäude, die jetzt hier gebaut sind, sind Hotelgebäude und Appartements, für Leute, die unten an an den Grundstücken ihr Haus bauen und dann in ihr eigenes Haus ziehen. Hinten am Grundstück sind acht Gebäude fertig. Derzeit sind wieder viele im Bau. Also, wir haben meistens 10 Baustellen. Wir wollen in diesem Jahr 2021 an die 30 Häuser bauen, es kann aber auch viel mehr werden.

Matrixxer: Gibt es auch Konkurrenz oder Leute, die Euch nicht mögen?

Erwin: Aus unserer Sicht haben wir keine Konkurrenz. Das ist so Blödsinn, dass Leute glauben, wir sind Konkurrenten. Niemand bringt mehr Leute ins Land wie wir, das heißt, vier Mal so viele Leute kommen wegen uns ins Land, kommen zu uns oder gehen woanders hin in Paraguay. Also, wir sind keine Konkurrenz, ganz im Gegenteil, wir ziehen jede Menge Leute in andere Projekte, also, das an die Adresse der jeweiligen Konkurrenz-Denker… Aber selbst Leute, die uns als Konkurrenten sehen, mussten zugeben, dass wir eine absolute Spitzenqualität für paraguayische Verhältnisse haben, die haben wir uns erarbeitet. Leider betrachten uns viele deswegen als Konkurrenz.

Wir bauen in Ziegel mit Ziegeldächern, mit Holz, mit Dachstuhl und Ziegel, das können wir. Wir sind mit dem Projekt ein Segen für das Land sind, hier in Paraguay und in Caazapa. Wir geben doch immerhin 300 Menschen Arbeit. Wir ernähren somit ca. 1200 Menschen und mit dem indirekten Wirtschaftseffekt, wahrscheinlich 4000-5000.

Matrixxer: Also, ein sehr karikatives Unternehmen?

Erwin: Wir haben die Arbeiter weiter bezahlt, als Corona begonnen hat. Wir haben alle voll weiter bezahlt. Die Leute waren im Lockdown. Wir wussten, wenn sie das Geld nicht von uns bekommen, haben sie nichts zu Essen. Die Paraguayer sind nicht so gestrickt wie wir Europäer, die, wie immer schon, von Generationen her, vorsorgen mussten. Wir haben das im Blut, weil im Winter wächst nichts, aber hier wächst das ganze Jahr alles.

Wir sind für den Bundesstaat Caazapa ein absoluter Segen oder eine Rettung. Für die Zahlen orientierten Menschen: Paraguay hat nur ein Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts von 1,5 Prozent erlebt, trotz Covid. Warum? Weil allein die Bauwirtschaft im ganzen Land um 8,1 Prozent gewachsen ist. Aber der Witz ist, dass nicht überall die Bauwirtschaft so floriert wie hier. Also, wir haben hier verhindert, dass das Land wirtschaftlich zusammenbricht und wir haben auch politisch mit Vernunft eingewirkt. Wir machen das nur mit Vernunft, mit den Senatoren und Abgeordneten, und deswegen war der Lockdown dann relativ kurz und immer ein gelockerter Lockdown. Das war viel Überzeugungsarbeit, die wir geleistet haben und wir haben hier sehr Vertrauen geschaffen, auch in der politischen Welt, weil wir nie Ansprüche stellen, weil wir etwas für die Menschen hier tun und dafür nichts haben wollen.

Matrixxer: Zurück zu den Fakten… Und da haben wir jetzt die nächsten Fragen: Also, einige haben uns gefragt: Ja, Paraguay… Gibt es dort auch Wälder und Seen? Gibt es Natur?

Erwin: Es gibt einen großen Urwald, mit ganz alten Bäumen, die schon einige hundert Jahre alt sind. Wir haben, für die Fakten orientierten Menschen, circa 100 Hektar Urwald, einen Urwald an der Nordseite und dann entlang des Pirapo-Flusses, bei ungefähr 6,5 km gehört das eine Ufer zu unserem Gelände. Der Rest war vorher nur eine Wiese. Also, wir haben ca. 100 Hektar Urwald. Wir, d.h. REJUV Aktiengesellschaft, haben ungefähr 100.000 Bäume, circa 4.000 Bäume haben wir schon selbst gepflanzt. Einige wachsen sehr schön. Das wird ein schönes Paradies. Und natürlich, wir sind an einem Vogelschutzgebiet, am Isuzu Nationalpark. Und dieses Vogelschutzgebiet verlagert sich jetzt ins El Paraiso Verde, da die Bauern sehr oft große Teile des Isuzu jedes Jahr abbrennen, und die Vögel nun mitgekriegt haben, im El Paraiso Verde wird nicht abgebrannt. Und nun ist es herrlich zu sehen, dieser Friede. Wir haben viele unterschiedliche Vögel, Habichte, Eulen, Adler, Reiher…

Matrixxer: Gibt es Raubtiere und giftige Tiere hier?

Erwin: In Paraguay gibt es gibt es Schlangen, Krokodile und Raubtiere, aber die meisten haben zwei Beine und tragen Hosen und Hemden. Also, Spaß beiseite, es gibt hier in diesem Teil Paraguays diese großen Raubkatzen nicht mehr, weil sie brauchen 35 Quadratkilometer zusammenhängenden Urwald. Daher gibt es sie hier nicht. Hier gibt es auch keine Riesenschlangen, Anaconda oder so. Es gibt aber so kleine Krokodile, sie werden maximal 75 cm groß, extrem selten, und stehen unter strengstem Naturschutz. Und wie gesagt, ein Paraguayer darf einem Krokodil nicht über den Weg laufen, weil letztere schmecken sehr gut.

Matrixxer: Sind Kinder hier sicher?

Sylvia: Die Kinder laufen überall herum. Wir haben viele Kinder hier und in jedem Alter, von Baby bis 18 Jahre und es werden laufend mehr. Wir werden immer familienfreundlicher, denn wir wollen Familien hier haben, wir wollen junge Menschen hier.

Matrixxer: Wir wollten über das Gesundheitszentrum sprechen, aber das machen wir später noch, aber wenn jetzt jemand etwas Akutes hat… Was dann?

Erwin: Es gibt drei Krankenhäuser in Caazapa. Es gibt zwei Praivatkliniken und ein öffentliches Krankenhaus. Das öffentliche Krankenhaus ist elf Kilometer entfernt. Und noch ein Spital in Caazapa.

Wir haben hier keine Krankenversicherung, weil wir haben hier kolloidales Silber, CDL, wir haben Vitamine. Wir haben alles.

Matrixxer: Wie steht es mit dem Internet? Im Vergleich zu Mexiko ist das hier schon wesentlich besser, wie uns auffiel. Hin und wieder gibt es auch mal Schwankungen, aber alles in allem ist es wesentlich besser als in Mexiko oder Zypern, wo wir auch lange gewesen sind.

Erwin: Wir haben hier eine stabile 100 Megabit-Leitung, damit kann man schon was anfangen. Und wir sind dabei, das noch auszubauen. Wir sind gerade dabei, einen zweiten Provider herzuholen, damit würde die Ausfallsicherheit auf über 99% möglich sein. Da wären wir schon längst, aber ab und zu gibt es Stromausfälle in Caazapa, das behindert, aber wir haben eine sehr gute Internetsicherheit.

Matrixxer: Wie ist das Wasser hier und wo kommt es her?

Erwin: Das Wasser kommt aus dem zweitgrößten unterirdischen Fluss der Welt. Der ist so groß… ungefähr zwischen 120 und 350 Meter tief. Würde kein Wasser dazu kommen, könnten sieben Milliarden Menschen knapp 400 Jahre davon trinken und das Wasser hat eigentlich Mineralwasser-Qualität ohne Fluorid. Wir haben 13 Tiefenbrunnen und wir haben es auch schon testen lassen.

Matrixxer: Habt ihr mal den PH-Wert geprüft?

Sylvia: Es hat teilweise einen PH-Wert 7 bis 8, aber eher so plus 7. Es gibt Firmen, die das Wasser auch abzapfen, Mineralwasser daraus machen und in Flaschen verkaufen.

Matrixxer: Wie hoch sind so die jährlichen Abgaben?

Erwin: Man muss hier etwas unterscheiden: In Deutschland und Österreich hat man 50 Prozent Steuern oder mehr, weil man die ganze Steuerbelastung hat. Das ist sehr viel mehr. In Paraguay gibt es 10 Prozent Umsatzsteuer, 10 Prozent Einkommenssteuer und 10 Prozent Körperschaftssteuer. Das heißt, wer eine Firma hat, der hat die Umsatzsteuer und dann ein Einkommensteuer, wobei das auch nicht ganz stimmt, weil in Paraguay kann man alles, wofür man eine Rechnung hat, steuerlich absetzen. Man kann alles absetzen, sogar die private Kleidung, privates Essen, Hausbau…

Wir, hier im El Paraiso Verde, haben keine Steuern. Wir haben hier nur einen Infrastruktur-Beitrag für diejenigen, die ein Unternehmen betreiben, und der liegt bei 5 Prozent vom Umsatz. Warum brauchen wir das? Zum Beispiel für die politische Arbeit, die wir machen, die kostet Geld. Man muss auch Lobbyarbeit machen, damit Paraguay unternehmerfreundlich bleibt.

Matrixxer: Also mal kurz: Den Beitrag, den ihr erhebt, kommt der Gemeinschaft zugute?

Erwin: Ja, der bleibt in der Gemeinschaft.

Matrixxer: Wie viel Geld sollte man mindestens haben, wenn man im El Paraiso Verde ein Grundstück kaufen und ein Haus bauen möchte?

Erwin: Ich sage es einmal nach dem Stand von heute. Wir haben Ende Januar 2021. Eine Einzelperson, die nach Paraguay auswandert, auch wenn sie woanders hingeht, unter 70.000 Euro ist das schwierig. Ein Pärchen vielleicht 100.000 Euro, so in der Größenordnung gerechnet. Darin ist die Cedula (Daueraufenthaltsgenehmigung für Paraguay) eingerechnet, ein Grundstück, das Haus, die Übersiedlung, da hat man mit 70.000 schon eine Grundlage geschaffen. Damit kannst du eigentlich hier leben und damit kannst du in Paraguay ganz preisgünstig leben, wenn du einmal Grundstück und Haus bezahlt hast, kannst du hier wirklich preisgünstig leben. Eine paraguayische Familie, mit vier Personen, besitzt hier, umgerechnet, meistens nur ungefähr 300 Euro im Monat. Sie leben zu viert. Paraguayer leben häufig zu Viert in einer Familie.

Sylvia: Die Paraguayer sind sehr fleißig. Wir lieben die Paraguayer und das ist auch wichtig. Sie haben ein großes Herz. Sie sind sehr freundliche Menschen und wir beide haben von Anfang an, diese hier mit großem Respekt behandelt. Die Paraguayer sind fleißig. Sie arbeiten von viertel vor sieben bis 5 Uhr nachmittags, und das auch in der größten Hitze.

Matrixxer: Was passiert, wenn jemand Interesse am El Paraiso Verde hat? Was muss man tun?

Erwin: Jemand meldet sich über unsere Webseite an. Und sagt: Ich würde gerne kommen, dann wird er es oder sie von einem unserer Sachbearbeiter kontaktiert.

Und dann gibt es ein Interview und nach diesem Interview, wenn das positiv verläuft und man sich sympathisch ist, dann gibt es dann ein Skype-Gespräch mit mir. Und nach diesem Gespräch wird entschieden, ob das für beide Seiten einen Versuch wert ist.

Man nimmt an der Inforeise teil, in der die Cedula beantragt wird. Außerdem wird noch ein Grundstück gekauft. Dann muss der Kaufantrag ausgefüllt werden, das geht dann zum Notar. Und anhand der Daueraufenthaltsgenehmigung wird dann der Personalausweis erstellt. Und alle, die zu uns kommen, haben vorher ein Grundstück erworben. Das hat seinen Grund! Wenn es mal politische Probleme gibt, dann kann ich die Betroffenen aus der Zone herausholen und zu uns bringen, um in einer Notsituation noch helfen zu können – und deswegen kauft jeder vorher ein Grundstück. Dann kommt man hierher und am Ende der Info-Reise sagt man, ob es einem im El Paraiso Verde gefällt oder nicht. Wem es nicht gefällt, der erhält sein Geld zurück. Kein Problem. Aber das Recht, ‚Nein‘ zu sagen, haben wir auch. Das heißt, nach der Woche kennt man sich schon ein wenig.

Matrixxer: Wie viele Menschen leben im El Paraiso Verde?

Sylvia: Derzeit um die 130 Menschen. Monatlich kommen zwischen 20-40 Menschen hinzu.

Matrixxer: Welche Altersgruppen haben wir im El Paraiso Verde?

Sylvia: Alle. Von Baby bis 80 Jahre alt.

Matrixxer: Welche Alternativen, die es in Europa nicht gibt, habt ihr hier schon installiert? Was gibt es hier schon? Was ist noch geplant?

Sylvia: Also… wir haben jetzt schon ein Gesundheitszentrum installiert. Das ist jetzt im Aufbau. Die ersten Behandlungen finden bereits statt, mit alternativen Heilmethoden, von einem Heilpraktiker, der aus Europa zu uns gekommen ist. Wir haben viele alternative Geräte, auch eines dieser Geräte, die jetzt in naher Zukunft aufgebaut wird, ist ein Lakowski-Gerät.

Matrixxer: Welche Alternativen gibt es noch?

Erwin: Die zweite Alternative ist Energie. Wir arbeiten an alternativen Energieformen, über die ich nicht so viel öffentlich diskutieren möchte. Sagen wir so, es ist eine fortgeschrittene Form der Photovoltaik, wenn man es so nennen kann, aber lasst euch überraschen. Und es wird hier in Paraguay auch sehr gewünscht und gebraucht, weil es ein großes Land ist. Und das Geld für den Ausbau von Infrastruktur mit Kabeln nicht vorhanden ist. In dieser Freiheit, lassen wir es zu. Die Idee vom El Paraiso Verde ist, dass wir alles zulassen können,

Wir wollen uns nicht im Kopf beschränken. Mit anderen Worten: Ich glaube, wir haben mit dem El Paraiso Verde den Zweck erfüllt, wenn irgendjemand hier im Madonna-Wald plötzlich zu levitieren beginnt und die anderen schauen hin und sagen: “Ach, der Josef, der levitiert schon wieder…“ und dann geht das Gespräch, über irgendwelche anderen esoterischen Themen, normal weiter. Das wäre für mich die Situation, in der ich sage, das ist das El Paraiso Verde, wir lassen das zu. Oder wenn jemand plötzlich Heilkräfte entwickeln würde…

Sylvia: Ja, das benötigt ein morphogenetisches Feld, das so etwas zulässt. Und wie das wollen wir hier haben…

Erwin: Wenn neben dir jemand levitiert, dann soll er das tun. Ich muss es zulassen können und nicht schreien: “Um Gottes Willen! Das kannst du nicht tun. Das ist verboten!” oder sonst irgendwas rufen. Wir müssen genau sagen, was wir wollen und was wir nicht wollen.

Auch das Feld alternative Schule… weil die Schule, die wir hier aufbauen, soll die Kinder zu selbstständigen, kritischen, selbstbewussten Wesen erziehen. Sie sollen sich selbst finden. Und das Ziel der Schule ist, dass jedes Kind die Bestimmung für das eigene Leben findet. Das ist viel wichtiger, dass das Kind sich selbst findet, wofür es brennt, wofür es hier ist. Das wäre das Ziel dieser Schule.

Natürlich, es werden zuerst einmal vier Sprachen unterrichtet. Deutsch, Englisch, Spanisch und Gurani (paraguayische (Einwohnersprache). Deswegen will der Unterrichtsminister, dass wir das so bald wie möglich starten. Wir werden sehr bald eine öffentliche Anerkennung besitzen. Das geht bei uns sehr schnell. Woanders dauert es viele Jahre. Das heißt, wir wollen auch, dass die Kinder ein Projekt planen, durchführen und abschließen können und dass sie lernen, wie man einen Baum pflanzt, wie man den Garten pflegt, wie man eine Mauer aufbaut, vielleicht auch, wie man schweißt oder mit Holz und Werkzeuge umgeht. Die Kinder sollen lernen, was wichtig für das Leben ist. Dazu sollten sie auch zwei Arten von Geschichte lernen, d.h. die Geschichte, die unterrichtet wird und dann vielleicht das, was vielleicht auch hätte sein können. Es gibt zwei Arten der Geschichte. Wir wissen das. Das ist klar. Die Kinder sollten auch wissen, wie sie ihren Körper gesund halten, d.h. theoretisch also auch praktisch. Die Schule ist auch offen für paraguayische Kinder. Wer ein Kind hat, dann sollte es auch mit den einheimischen Kindern interagieren. Wir werden das umsetzen.

Und es wird auch ein spirituelles Unterrichtsfach geben… Vergleichende Religionen, Vergleichen der Weltanschauungen. Ich bin der Meinung, das ist sehr wichtig, weil in jeder Religion ist viel Wahrheit.

Sylvia: Ich glaube auch, dass gerade Kinder sehr empfänglich sind für die Aktivierung der Gehirnregionen, für die Aktivierung der Amygdala. Diese ganzen Dinge.

Das kommt bei den Kindern viel schneller an als bei Erwachsenen. Die Erwachsenen haben schnell Bedenken, wenn sie so etwas hören. Kinder probieren das ganz einfach und schauen, ob es funktioniert.

Erwin: Also, es wäre schön, wenn sich die Kinder hier in der Schule mit Telepathie beschäftigen…

Die nächste Alternative ist eine Universität. Dazu wird sehr viel geschrieben auf unserer Website, aber das Konzept ist viel größer. Eine Universität, auf der man solche Dinge unterrichtet, hin zu alternativer Philosophie, Ethik und das auf Basis der Vernunft.

Diese Dinge können hier entstehen, deswegen ist der Platz hier so groß, deswegen existiert jetzt ein Condeminium auf dem Weg zu einer Kolonie. Und sobald wir eine unabhängige Kolonie sind, dann ist die Universität ein zentraler Punkt. Also, das sind die Alternativen, die wir haben wollen.

Matrixxer: Genau, das wäre nämlich eine unserer nächsten Fragen: Wie können sich die Menschen hier kreativ ausdrücken oder vielleicht auch einbringen? Kann man zum Beispiel eine Pyramide bauen?

Erwin: Pyramiden bauen… kein Problem.

Matrixxer: Auch alles anpflanzen, wie es gefällt?

Erwin: Es gibt in Paraguay noch sehr strenge Gesetze in Sachen Hanfanbau oder derartige Pflanzen. Das heißt, es geht nicht, auch nicht auf dem eigenen Grundstück. Da würde die Drogenbehörde kommen. Ob sich das in Zukunft einmal ändert oder nicht, das kann ich nicht sagen. Das kann man nur spekulieren. Das heißt, das muss man auch klar sagen, für jemand der hier hinkommt, und glaubt, er kann auf seinem Grundstück Hanf anpflanzen, nein, das geht nicht.

Matrixxer: Aber man kann alles mögliche andere anpflanzen?

Erwin: Alles andere kann man anpflanzen.

Matrixxer: Kurze Frage: Rechte und Pflichten der Mitbürger?

Erwin: Also, das Thema: Welche Freiheiten? Im Prinzip haben wir unsere Lebensprinzipien, die jeder vorher unterschreib In Zukunft auch die Mitbewohner, auch Gäste. Wir unterscheiden zwischen einem Tagesgast und einem Gast, der drei Monate bleibt. Sie alle unterschreiben diese Lebensprinzipien. Sie sind unsere rote Linie, wer das nicht einhält, der soll bitte woanders hingehen. Wer glaubt, das ist nur ein Stück Papier, der soll woanders hingehen. Diese Lebensprinzipien müssen gelebt werden. Und wer sich an diesen Lebensprinzipien hält, wobei das alles selbsterklärend ist und jeder vernünftige Mensch das als selbstverständlich betrachtet und sagen würde: ‚Das will ich! Genau das, und was anderes nicht.‘ Diese Prinzipien kann man auch auf unserer Webseite nachlesen.

Sylvia: Das ist das: Was du nicht willst, das man dir antut, das füge auch keinem anderen zu…

Erwin: Meine Freiheit endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt. Ich kann nicht nicht jemand anderen etwas überstülpen und erwarten, dass der damit glücklich ist, nur, weil ich in meine Freiheit leben muss. Die Lebensprinzipien bedeuten eigentlich Menschlichkeit.

Das wird oft falsch verstanden. Einer meiner größten Fehler war, ‚Freiheit durch Auswandern‘ zu sagen. Das war wirklich ein Fehler, weil viele Menschen glauben, Freiheit bedeutet, ich komme hierher und lasse mein riesiges Ego raus! Das heißt, es war dann für uns viel Arbeit in den ersten vier Jahren. Diese Menschen, mit diesen falschen Einstellungen, die anfangs beim ersten Gespräch sehr nett waren, sie wieder weg zu bekommen. Das war wichtig. Diese Menschen glaubten Freiheit bedeutet Freiheit von Arbeit, Freiheit von Verantwortung, ich kann mich benehmen, wie ich will. Das ist nämlich die allergrößte Verantwortung…

Matrixxer: Wenn ihr die Lebensprinzipien in fünf Worte fassen müsstet… welche wären das?

Erwin: Du hast es bereits gesagt, Eigenverantwortung, Respekt voreinander… und jeder hat ein recht auf einen schönen Tag.

Ganz wichtig: Kein Streuen von Gerüchten. Du löst ein Problem mit der Person, mit der du es auch lösen kannst. Es bringt nichts, wenn du ein Problem hast, z.B. mit dem Wasser… oder mit dem Abwasser, und dann zu einem anderen Siedler gehst und sagst: ‚Es ist alles schlecht! Das Wasser steigt…‘ oder ‚Das Wasser stinkt…‘. Das bringt nichts. Du musst zu der Person gehen, die das Problem lösen kann. Und das müssen die Menschen verstehen, dass man einfach die Probleme, die man hat, nicht mit den Menschen zu lösen versucht, die die Probleme nicht lösen können. Es bringt nichts, sie mit anderen zu besprechen.

Wenn ich ein Problem mit jemandem anderen habe, dann schaue ich ihm in die Augen und sage: ‚Ich habe ein Problem mit dir. Lass uns darüber sprechen…‘ Und am Ende des Gesprächs ist das Vertrauen und Verständnis wieder da, auch wenn man verschiedener Meinung ist, dann ist zumindest Verständnis da… oder wenn es gar nicht passt, dann geht man auseinander. Diese Kultur wollen wir hier haben. Wir brauchen keine Intriganten und Quertreiber. Warum zerbrechen denn die ganzen kleinen Gemeinschaften? Ich sage es immer mit einem Satz: Gemeinschaften zwischen 20 und 25 Personen, diese zerbrechen alle. Warum? Bei 20 Menschen hast du einen Spaltpilz, das sind oft sehr freundliche Leute, aber er spielt die Menschen gegeneinander aus. Teile und herrsche. Er intrigiert… Dann hast du vier Stinkstiefel, und ich sage es vorsichtig, dann ändern sich die persönlichen Beziehungen.

Das wird dann kritisch, und deshalb brechen die meisten Gemeinschaften bei ungefähr 20 bis 25 Menschen zusammen. Das hatten wir zwei mal bis jetzt. Jetzt haben wir mehr als 100 Menschen hier und es ist viel einfacher.

Das muss man auch wissen, wenn man ein Projekt beginnt, dann hast du am Anfang die problematischen Charaktere zu 80 Prozent.

Ich glaube, das ist jetzt einfacher. Es werden alle Leute, die nun kommen werden, diesen Condeminium-Vertrag lesen und ihn unterschreiben. Und die, die ihn nicht unterschreiben, kommen nicht. Und die, die das nicht leben wollen, werden nicht bleiben.

Sylvia: Wenn man im Vertrauen ist, dass man geführt wird, dann muss man mit dem Strom gehen, dann muss man mit dieser Führung gehen, damit es dann entstehen kann. Hätten wir von Vornherein versucht, alles bis ins kleinste Detail zu planen, dann wäre das nicht entstanden. Es gäbe dann heute kein El Paraiso Verde.

Matrixxer: Also, wenn jemand ein offenes Herz hat und flexibel ist, der wird hier absolut rein passen, oder?

Sylvia: Ja.

Matrixxer: Wir sind die Matrixxer und wir haben natürlich auch das Thema Matrix und Spiritualität. Deshalb würden wir uns eigentlich dafür noch interessieren, was euch denn spirituell so interessiert und fasziniert…

Erwin: Wir sind allen Dingen gegenüber erst einmal offen. Wir schließen nichts aus. Das ist wichtig. Wir beschäftigen uns mit dem Thema und dann wird dieses Thema entweder real oder es ist doch nichts für uns. Auf diese Weise haben wir jede Verschwörungstheorie bereits durch gemacht…

Sylvia: Ja, das, was uns von Anfang an begleitet hat, war dieses innere Wissen, dass der Mensch, rein theoretisch, unsterblich ist.

Erwin: Das steht sogar in der Bibel. Das ewige Leben, dass wir den Körper wiederherstellen und verjüngen können. Das ist jetzt nicht nur Theorie, das ist etwas, das in uns angelegt ist.

Sylvia: Aber das, was uns wirklich hierher gebracht und die ganze Zeit schon begleitet hat, war diese Gewissheit, dass, wenn man dazu bereit ist, wenn man geistig und spirituell wächst, man in der Lage ist, ich sage jetzt mal, unendlich zu leben!

In seinem eigenen Körper, wenn man das möchte, oder den Körper auf eine Ebene zu bringen, wo man ihn auflösen kann, um in eine andere Dimension, d.h. in die nächste Ebene zu gehen. Das ist etwas, was uns schon immer begleitet hat, seitdem wir uns kennen.

Das war schon immer unser Thema. Am Anfang, als wir uns kennengelernt haben, habe ich zu dir gesagt: Ich sage dir jetzt etwas, das habe ich noch niemandem gesagt. Und dann habe ich ihm von meinen Interessen erzählt…

Erwin: Thema Zellenreproduktion, Teleportation, was auch immer, das sind Themen, bei denen wir Forscher sein möchten, die diese Forschung betreiben, praktizieren, und schauen, wie weit wir kommen. Ich glaube, dass wir auch noch andere Menschen hier herbringen werden, die, wie wir auch, Forscher sind. Wir wollen lernen. Vielleicht gibt es den einen anderen Meister, der uns sagt, wie es geht. Keine Ahnung, aber bitte mit offenem Herzen.

Sylvia: Thema Anabiose zum Beispiel: Das ist dieser so genannte Winterschlaf. Nach heutigen medizinischen Kriterien, ist der physische Tod oder Menschen, die wieder auferstehen, das ist bewiesen. Anabiose, ein ganz spannendes Thema, ob es geht oder nicht geht…

Erwin: …das wollen wir herausfinden. Wir wollen wissen, ob das jetzt so funktioniert, aber das muss man wohl zulassen, dazu braucht man wieder ein großes Gebiet, in dem wir, als eine autonome Kolonie, diese Dinge erforschen können und zudem rechtlich abgesichert sind. Ein Ort, wo man das auch tun kann, und dann werden wir sehen, ob das möglich ist. Also, ich bin bei diesen Themen bewusst im Konjunktiv, d.h. Außerirdische und intergalaktische Föderation und was es alles so gibt, hier wird nichts ausgeschlossen und nichts wird unterbunden, so lange es legal ist.

Sylvia: Also alles, was von der lichten Seite kommt.

Erwin: Ja genau, die von der dunklen Seite können woanders hingehen, aber all das ist für uns interessant. Eigentlich ist das der Grund, warum wir hier einen Platz haben, an dem Menschen einander auf der Herzensebene begegnen und alles miteinander austauschen können. Und wenn es noch so abgefahren ist, das ist egal, du kannst darüber reden, du kannst forschen und nur so kann Neues entstehen.

Solche Leute brauchen wir hier, die solche Dinge erforschen und komplett andere Gesichtspunkte hier einbringen. Dinge, die dort draußen in der Wissenschaft verboten sind. Ja, das interessiert uns.